Spanien-Trip V – Malaga

Von Richard Lehmann / März, 15, 2013 / 0 Kommentare

Der letzte Teil unserer Reise führt uns nach Málaga. Ich leuchte mittlerweile hellrot und unser Auto sieht von innen aus wie eine geplatzte Schnecke. Also alles in Allem eine erfolgreiche Reise quer durch Spanien.
Die nächsten zwei Tage wohnen wir bei Patricia, Andrés und ihrem jüngeren Sohn. Ihre Wohnung befindet sich in der 12. Etage eines kleineren Hochhauses inmitten der Stadt, nahe dem Meer. Der Ausblick über die Altstadt ist einfach grandios. So was ist genau mein Ding. Wir beschließen, den Abend bei unseren Gastgebern zu verbringen (kurz nachdem man uns zum Essen eingeladen hat). Bis spät in die Nacht sitzen wir zusammen und plaudern über das Leben von Patrica und Andrés, unsere Spanienreise und tauschen Erfahrungen aus.
Am nächsten Morgen wollen wir die Stadt erkunden. Doch irgendwie sind wir ein wenig müde und von all den anderen Großstädten übersättigt, die wir auf unserer Reise besucht haben. Außerdem wird uns bewusst, dass diese schöne Zeit kurz vor Ihrem Ende steht.
Also laufen wir ein wenig ziellos durch die Stadt, lassen uns die Tapas in einer kleinen Bar an der Straße schmecken und werfen Steine ins Meer. Verrückt, wie die simpelsten Dinge im Leben dich so glücklich machen können.
Irgendwann wird es dunkel, und der vergnügungshungrige Spanier traut sich auf die Straßen. Die tagsüber so entspannt wirkende Stadt entwickelt sich abends zu einer kleinen Partymetropole mit irrecoolen Typen, Künstlern und…endlich: eine waschechte Flamencotänzerin (und ihre leicht schrägen Begleiter). Sowas hab ich mir schon immer gewünscht. „Hallo schöne Frau. Darf ich ein Foto von Ihnen machen?“
Nach einiger Diskussion mit ihren recht eifersüchtigen männlichen Begleitern darf ich endlich Fotos von ihnen machen…den Männern. Erst als die Qualität meiner Fotos und mein Nervenkostüm eindringlich geprüft wurden, wurden mir ein paar kleine Momente mit der netten Dame gestattet. Ich durfte sie allein fotografieren, natürlich nur in Tanzpose und unter ständigem Geplappere von Gitarren-Joe und seinem aufreizendem Tänzer mit Loch im Hemd in der Achselgegend.
Wir bedanken uns artig und ziehen glücklich mit flirrenden Ohren von dannen und genießen noch ein wenig unseren letzten Abend in Spanien.

Morgen geht es wieder zurück nach Deutschland. Wir haben gehört, es soll schneien.
Scheiße.

Nachtrag:

Dieser Reisebericht ist einem besonderen Menschen gewidmet. Wir wünschten, wir könnten dir persönlich von unserern Erlebnissen erzählen, dir alle Fotos zeigen und deine Meinung dazu hören. Wir hätten dir gern noch viel mehr erzählt und dir gezeigt, dass es uns gut geht.
Ein Teil von dir war immer mit uns auf Reisen.
Wir vermissen dich.
Du fehlst.

(Klick auf Bilder für größere Ansicht)

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