Spanien-Trip I – Barcelona

Von Richard Lehmann / März, 4, 2013 / 1 Kommentare

Deutsche stehen gerne an.
Immer.
Gibt es eine lange Schlange, so stellt man sich vorsichtshalber hinten an, auch wenn man nicht unbedingt weiß, warum. Am Flughafen ist das nicht anders. Der Check-In-Schalter ist noch nicht besetzt, das Flugzeug noch nicht in Sicht. Alles sitzt gemütlich in der Wartehalle, denn schließlich sind alle Plätze im Flugzeug durchreserviert.
Aber ein ordentlicher Deutscher bildet trotzdem eine Warteschlange. Man möchte die Reise in ferne Länder schließlich in Reih und Glied beginnen. Wer jetzt Böses denkt, könnte Parallelen zu unserer Vergangenheit ziehen…
So beginnt unser kleiner Spanientrip. Es ist Samstagmorgen und endlich fliegen wir nach Barcelona. Unsere Unterkunft für die nächsten zwei Nächte wird ein kleines Schlafzimmer in Jordis Wohnung sein. Jordi ist halb Niederländer, halb Spanier, der das ganze Jahr über seine Wohnung mit unzähligen Reisenden teilt. Er erklärt uns, das ca. 80% aller Barcelonès einen Großteil ihres Lebensunterhaltes damit bestreiten, indem sie (wie er auch) einen Teil ihrer Wohnung an Fremde vermieten. Auf die Frage, ob sein Vermieter davon weiß, bekommen wir ein freundliches Lächeln als Antwort. Sehr entspannt.
Nachdem uns Jordi alle wichtigen Sehenswürdigkeiten aufgezählt hat, die wir unbedingt sehen müssen, machen wir uns auf den Weg…in die nächste Kneipe. Man will ja schließlich Land und Leute kennenlernen, und wo geht das besser, als in Restaurants und Bars. Die Stadt ist extrem laut und anstrengend, aber auch kunterbunt und irgendwie zum Liebhaben.
Soviel bunte Baustile, liebe Menschen, leckeres Essen, verrückte Lebensweisen … sowas findet man nur selten in anderen Metropolen. Jaja, Berlin ist verrückt und multikulturell, New York ist sicherlich DIE Metropole und ein Schmelztiegel der Kulturen und sicher finden sich noch unzählige andere Großstädte mit Charme. Aber solch eine verspielte Durchtriebenheit scheint es nur hier zu geben – positiv wie negativ. Lächelst du einen Bewohner dieser Stadt an, so bekommst du immer ein ehrliches Lächeln zurück. Läufst du abends über die Rambla, die Touristenhauptstraße schlechthin, triffst du auf unzählige Polizisten und Sicherheitskräfte, welche dem lieben Touri sogar zum Einparken die halbe Straße absperren. Biegst du aber in die nächste Seitenstraße ab, wirst du an manchen Stellen allein durch das bloße Einatmen so high, dass du liebend gern auf die Angebote der seriösen zwielichtigen Händler verzichten kannst.
Es ist nun 22 Uhr und wir packen lieber unsere Fotoausrüstung weg. Irgendwie werden uns die Haben-Wollen-Blicke der Kollegen unserer seriösen zwielichtigen Händler unangenehm.
Wir suchen eine gemütliche Shisha-Bar mit brüllend-lauter arabischer Musik auf, lassen uns von dem begriffsstutzigen Barmann einen Tee und eine „Eppolgreenmint“-Shisha bringen, und schreiben diesen Text.
Morgen beginnt unser Trip entlang der Costa Blanca.

 

Barcelona
Barcelona
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Barcelona
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Barcelona
Barcelona


Kommentare:

  • Manu

    Wahnsinnig tolle Fotos die den Flair der Stadt super schön wiederspiegeln! Ich hoffe ihr wart im Parc Güell, dem schnsten Platz to be in Barcelona! Leider habe ich die Katalanen nicht als so touristenfreundlich kennen gelernt…
    Liebe Grüße euch beiden <3

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